Ja, Sie brauchen einen Businessplan!

Das macht ein Businessplan: Er gibt Aufschluss über das von Ihnen angestrebte Projekt. Was soll verwirklicht werden, warum, für welchen Markt und wie. Um diese Fragen beantworten zu können, muss man sich als Gründer wirklich detailliert mit dem eigenen Geschäftsmodell auseinandersetzen. Ein Businessplan ist daher immer schriftlich ausformuliert. Wir Menschen neigen allerdings häufig dazu, den einfachen Weg zu gehen. Wir denken, den Businessplan im Kopf zu haben, reicht völlig aus. Dem ist nicht so!

Die erste Frage von Investoren, Banken allgemein ist immer die nach dem Businessplan. Auch ich frage meine Kunden grundsätzlich danach – und zwar noch bevor die eigentliche Zusammenarbeit beginnt. Fakt ist, dass tatsächlich wenige Selbständige einen Businessplan haben und teilweise schon Jahre ihr eigenes Business ohne diesen betreiben. Warum ein Businessplan dann überhaupt so wichtig ist? Statistische Untersuchungen zeigen, dass gescheiterte Unternehmen oftmals einen mangelhaften oder gar keinen Businessplan hatten. Das Schlimmste, was also ohne passieren kann? Das man jahrelang ein Business erfolglos betreibt und aufgeben muss, weil beispielsweise einfach keine Nachfrage am Markt besteht. Es wird in der Folge nicht nur viel Geld verbrannt mit Marketingmaßnahmen, die keinen Erfolge bringen. Es wird auch unendlich viel Zeit und Energie investiert, um dann irgendwann festzustellen, dass alles mehr oder weniger umsonst war und man das Unternehmen schließen muss. Um das zu vermeiden oder besser gesagt, dieses Risiko zu minimieren, hilft einem der eigene Businessplan. Er sorgt für Klarheit – in jeder Hinsicht.

Bestandteile, die ein Businessplan enthalten muss

Zu den wichtigsten Businessplan-Bestandteilen zählt u.a. die detaillierte Beschreibung der Business-Idee. Wie sehen denn so die konkreten Pläne aus, was haben Sie vor? Und wen möchten Sie mit Ihrem Angebot erreichen. Wer werden ihre potenziellen Kunden sein? Eine genau Analyse der Zielgruppe ist angeraten, genauso wie eine eingehende Betrachtung des Marktes und Ihres Wettbewerbs. Dafür empfehle ich das genaue Studieren von Marktforschungsergebnissen. So bekommen Sie einen guten Überblick über Ihren (künftigen) Zielmarkt. Und wie sieht es mit Ihren Zielen und Ihrer Strategie aus? Auch diese Eckpunkte sollten sich, gut skizziert und möglichst detailliert in Ihrem Businessplan wiederfinden. Am Anfang können Sie sich dabei ruhig auf eine Strategie konzentrieren – das ist besser, als wenn Sie versuchen, alles umzusetzen, was Ihnen wichtig ist, denn das wird nicht gelingen. Weniger ist hier mehr. Am häufigsten unterschätzt wird die klare Beschreibung Ihres geplanten Marketing-Mixes. Sie sollten aber wissen, wie Sie Ihre Kunden erreichen wollen. Marketing ist schließlich die Brücke zu Ihren Kunden. Ohne all das können Sie das beste Produkt haben, das Business wird trotzdem nicht funktionieren. Und nicht zu vergessen: Ihr Team! Erfolgreiche Unternehmen baut man immer mit einem Team auf. Vor allem von Investoren ist häufig zu hören, dass sie nicht in Ideen, sondern in Teams investieren. Und das Thema Finanzen – mit welchen finanziellen Mitteln soll Ihr Unternehmen aufgebaut werden und wachsen?

Alles genau überlegt?

Spätestens, wenn es darum geht, einen Kredit von der Bank zu bekommen oder Investoren, ist der Businessplan ausschlaggebend, ob und wieviel Geld man zu welchen Bedingungen erhält oder nicht. Achtung: Vergessen Sie dabei nicht, Ihren eigenen Stundensatz einzukalkulieren. Sie sollten schließlich von Ihrem Business leben zu können – also berechnen Sie genau!

Und wie sieht es mit der SWOT-Analyse aus? Die Abkürzung steht für Strengths & Weaknesses, also Stärken und Schwächen sowie Opportunities & Threats, also Chancen und Risiken. Es macht Sinn, sich darüber klar zu werden – übrigens nicht nur zum Zeitpunkt der Unternehmensgründung, sondern regelmäßig. Ihr Unternehmen wird sich schließlich verändern und auf Marktgegebenheiten und -veränderungen reagieren.

Als letztes – und als erstes zu sehen, wenn man den Businessplan in die Hand bekommt – erstellen Sie ein Summary. Auf etwa zwei Seiten fassen Sie die wichtigsten Punkte zusammen und geben so einen ersten Überblick und einen Grund, sich weiter mit Ihrem Unternehmen auseinanderzusetzen.

Zugegeben: All das bedeutet Aufwand. Ja, aber ein solcher Businessplan zwingt Sie dazu, alles genau zu durchdenken und sich mit den verschiedensten Aspekten Ihrer Pläne in Ruhe und detailliert auseinanderzusetzen. Hinterfragen Sie Ideen, scheinbar klare Zusammenhänge, Zielgruppen und Marktpositionen – das wird für Klarheit sorgen und die Zeichen auf Erfolg stellen.

Sie haben Fragen dazu? Ich berate Existenzgründer und stehe auch Ihnen zur Seite, wenn Sie Unterstützung suchen. Melden Sie sich gerne bei mir für ein unverbindliches Erstgespräch.

Ihre
Tanja Basic